Unsere aktuellen Workshopangebote

„Obwohl oder weil wir in unserer Beratungsarbeit meist mit sexualisierter Gewalt konfrontiert sind, ist es uns wichtig, eine umfangreiche Präventionsarbeit anzubieten, die sich vor allem an Jugendliche richtet. Weitere Informationen zu unseren Workshopangeboten mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten und unterschiedlichen Methoden finden Sie hier auf unserer Seite. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen und über Ihr Interesse an einem unserer Workshops.“

Voll Porno?!

Workshop Porno Prävention, Frauennotruf Erlangen

„Provokative und kontroverse Standpunkte werden hier verhandelt“

Erotische oder pornografische Fotos auf Handys? Pornofilme bei 11-Jährigen? Performancedruck in der Sexualität? Wo verläuft die Grenze zwischen Pornographie und Sexualität?

Jugendliche erleben das ganz alltäglich und sind doch oft überfordert damit. Ganz zu schweigen von der Unsicherheit der Eltern, Sozialarbeiter*innen; Lehrer*innen oder anderer Bezugspersonen. 

In diesem Workshop wollen wir uns mit der eigenen Haltung auseinandersetzen und zu mehr Handlungssicherheit auch im Umgang mit anderen Menschen finden.

Cybermobbing – sexualisierte Gewalt im digitalen Raum

Wordshop Cybermobbing, Frauennotruf Erlangen

Reflexion zur Mediennutzung

Digitale Medien, wie PC, Smartphone und das Internet sind super spannend und aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken.
Leider werden mit diesen Medien auch viele Leute fertig gemacht, erpresst, bloßgestellt oder beleidigt. Was ist Sexting, Cybermobbing und sexualisierte Gewalt im digitalen Raum? Wie kann ich im Ernstfall helfen oder mich und andere davor schützen?

Im Zentrum des Workshops steht ein Rollenspiel, bei welchem ein Gruppenchat nachgestellt werden soll. Wir möchten damit die Dynamik von Mobbingsituationen im Internet aufzeigen und für das Thema digitale Gewalt sensibilisieren. Im Anschluss wollen wir den Teilnehmer*Innen Methoden an die Hand geben, welche helfen sich gegen digitale Gewalt zu wehren und solidarisch zu handeln.

,,Er tut das doch nur weil er mich liebt!“ - Beziehungen auf Augenhöhe

Viele Übergriffe passieren in einvernehmlichen Beziehungen. Sprechen können oder wollen die meisten Jugendlichen erst lange nach dem Erlebten. In den ersten Partnerschaften ist Grenzsetzung oft besonders schwer. Aber die erste Liebe prägt. Was ist Fürsorge und wo beginnt psychische oder physische Gewalt? Woher auch die Sicherheit nehmen um das einzuschätzen? Klar Position beziehen und zu sich stehen, ist eine große Herausforderung. Besonders wenn eigene Vorlieben und Grenzen noch gar nicht klar sind.

Dieser Workshop richtet sich besonders auch an ältere Jugendliche. Wir reflektieren gemeinsam Erwartungen und Wünsche für Paarbeziehungen. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Was darf ich wollen? Was muss ich nicht wollen? Wie und wann kann ich, einfühlsam und freundlich oder auch vehement, für mich einstehen und anderen Grenzen setzen? Ganz individuelle Antworten wird es darauf geben. Die Gemeinsamkeit besteht vielleicht vor allem darin, dass sich alle Geborgenheit und Respekt wünschen.

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Team Frauennotruf

Haben wir Ihr Interesse an einem unserer Workshops geweckt?

Dann kontaktieren Sie uns gerne jederzeit und vereinbaren Sie einen gemeinsamen Termin. Umfang und Inhalt können wir je nach Zielgruppe ausrichten.

Der Workshop ist für ca. vier Schulstunden konzipiert. Statt eines Honorars freuen wir uns über eine kleine Spende. Bei inhaltlichen Fragen oder Anliegen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Sie erreichen uns unter der E-Mailadresse:
info@frauennotruf-erlangen.de

Präventionsarbeit wie wir sie verstehen

Obwohl oder weil wir in unserer Beratungsarbeit meist mit sexualisierter Gewalt konfrontiert sind, ist es uns wichtig, in der Prävention eine grundsätzlich sexpositive Haltung zu vertreten. Wir möchten Jugendliche mit ihrer Neugier und ihrer Faszination, aber auch mit ihren Berührungsängsten und Unsicherheiten ernst nehmen.

Wir setzen uns dafür ein, dass Jugendliche ihren Körper schätzen und sich in ihrer Sexualität ausprobieren können. Wir wollen nicht nur einen Blick darauf werfen, wie beispielsweise Schwangerschaft, Übergriffe oder Krankheiten verhindert werden können, sondern unser Ziel ist ein selbstbestimmter Umgang mit dem Körper und das Herausfinden und Ausleben von eigenen Vorlieben. 

Vor allem das Erspüren eigener Grenzen und der Mut diese zu kommunizieren sind uns wichtig. Nur wenn Jugendliche wissen was ihnen gefällt, können sie ihre eigenen Grenzen setzen. Wir benennen Körperteile und Praktiken daher klar und eventuell auch in Jugendsprache. Diese Zielgruppe braucht Worte um zu Sexualität oder auch zu sexualisierter Gewalt sprachfähig zu sein und die Botschaft, dass sie auch in „ihrer Sprache“ akzeptiert und verstanden werden.

Wir arbeiten in den Präventionsangeboten mit gemischt-geschlechtlichen Gruppen. Alle Teilnehmenden können so von der Perspektive des Anderen profitieren. Um trotzdem auch Gesprächsmöglichkeiten in einem geschützteren Rahmen schaffen zu können bieten wir gern im Anschluss eine offene Sprechstunde an.

Mit den Themen der Jugendlichen sind wir durch unsere Präventionsarbeit in ihrer Lebenswelt präsent und erleichtern so die Kontaktaufnahme auch in schwierigen Situationen. Unsere tatsächliche Beratungsarbeit richtet sich an jugendliche Mädchen*ab ca. 14 Jahren und Frauen*. In jedem Fall aber bieten wir ein Erstgespräch und schaffen bei Bedarf eine Vernetzung zu anderen Unterstützungsangeboten.

Netzwerkarbeit halten wir für unabdingbar um Strukturen verbessern zu können, werden aber nichts über den Kopf der Betroffenen hinweg entscheiden. Die Selbstbestimmung der Frauen* und Mädchen* stellt die Grundlage unseres Handelns dar.

Unsere Solidarität und Parteilichkeit gehören den betroffenen Frauen* und Mädchen*.